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Weinanbau in Erpolzheim

„Weiße“ mit Frische und Fruchtspiel oder Mineralik – „Rote“ mit Tiefgang, am Gaumen prickelnde Sekte! Und pure Säfte für Jung und Alt!

Erpolzheim hat im Weinbau eine Geschichte aufzuweisen, die praktisch älter ist, als der Ort selbst. Die erste urkundliche Aufzeichnung stammt aus der Karolingerzeit und ist datiert auf den 25. April 777, als „Hermenfried dem heiligen Märtyrer Nazarius einen Weinberg in Erpholfesheim marca schenkte. Sicherlich war das alles andere als ein Martyrium für den glücklichen Nazaríus.

1927 hatte Erpolzheim ca. 700 Einwohner, aber 80 Weinbaubetriebe, die ca. 117 ha Rebfläche (57 ha Weißwein, 60 ha Rotwein) bewirtschafteten, also pro Betrieb ca. 1,5 ha. Es kann davon ausgegangen werden, dass damals der erzeugte Wein jeweils direkt als Fasswein (auch als Fuder bezeichnet) an die zum Teil sehr mächtigen Weinkommissionäre verkauft wurde. (Das Fuder Wein wurde je nach Region mit 800 bis 1800 Litern berechnet; in unserer Gegend entsprach 1 Fuder = 955 l). Damit war die Ertragslage für die meisten Winzer recht bescheiden. Man wusste, dass die großen Betriebe der Pfalz ihre Weine als Flaschenweine vermarkteten und natürlich deutlich bessere Preise erzielten. So wurde 1934 die Winzergenossenschaft Erpolzheim gegründet, in der die Winzer ihre Traubenerträge ablieferten und die Genossenschaft übernahm mit gut ausgebildeten Kellermeistern das Keltern, den Ausbau und die Vermarktung des Weins „über die Flasche“, was ein besseres Einkommen bescherte.

Von den ca. 139 ha Rebfläche (Stand 2010) befinden sich ca. 50 ha in der Pflege von 4 Weinbaubetrieben, die nicht in der Winzergenossenschaft Mitglieder sind, sondern selbst vermarkten. Die Winzergenossenschaft Erpolzheim fusionierte 1998 mit der Winzer-genossenschaft Kallstadt, die beim Wettbewerb der Deutschen Winzergenossenschaften (2013) als beste Winzergenossenschaft der Pfalz ausgezeichnet wurde und den 6. Platz in ganz Deutschland beim Genossenschaftswettbewerb des Fachmagazins „Weinwirtschaft“ belegte.

In der heutigen Erpholfesheim marca, die zum Bereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße gehört, erfolgt der Rebenanbau in den Sammelgroßlagen „Goldberg“, „Kirschgarten“ und „Kieselberg“. Märtyrer und andere, die aus Überzeugung täglich ihre Leiden ertragen müssen, haben hier eine reiche Auswahlmöglichkeit, sich die Leiden vergessen zu machen, indem sie zwischen Weißem Burgunder, Chardonnay, Gewürztraminer, Kerner, Morio-Muskat, Müller-Thurgau (Rivaner), Ruländer (Grauburgunder), Grünem Silvaner (Österreicher) und natürlich Riesling wählen können, um mal die „Weißen“ aufzuführen (Weißweinrebsorten ca. 97 ha). Und wer gerne der Gegenwart entfliehen und das mystische „Rebenblut“ im Glase sehen möchte, der findet bei Dornfelder, Müllerrebe (Schwarzriesling), Blauem Portugieser, Regent, Sankt Laurent und Blauem Portugieser die Möglichkeit, sich der schon überirdischen Leichtigkeit des Seins hinzugeben (Rotweinrebsorten ca. 42 ha).

In der in Österreich erscheinenden Zeitschrift „wein.pur“, Ausgabe 3/11, schreibt Mag. Walter Eckensperger u. a.: „Als Draufgabe der Schöpfung gibt Gott den Menschen den Wein. Dieser ist Zeichen seiner besonderen Zuneigung. Und er ist Zeichen dafür, dass die Menschen Trost brauchen. Mit Hilfe des Weins und seiner berauschenden Wirkung finden sie ein wenig Freude angesichts irdischer Mühsal.“ Und weiter heißt es bei Eckensperger: „In den weltlichen Mythen der Gegenwart ist der Rausch suspekt geworden. Genuss ist das neue Leitwort. Kennerschaft der neue Kult. Wer auf sich hält, kennt zumindest ein paar önologische Fachbegriffe und hat »ein paar interessante Flaschen im Keller«. Das Interesse am Wein dürfte aber nicht nur Folge steigenden Lebensstandards und der Suche nach neuen Feldern verfeinerten Genusses sein. Denn möglicherweise verbindet sich mit dem Genuss des Weines die Suche nach einer Gegenwelt, mithin eine Art säkularer Mythologie – nicht als Märchen oder Göttergeschichte, sondern als Medium, menschliche Sehnsüchte zu transportieren: die Suche nach dem Einmaligen, Besonderen, nach der Vermählung von Himmel und Erde, von Technologie und Tradition“.

Wer solcherart auf der Suche ist, findet evtl. eine flüssig formulierte Antwort bei unseren Erpolzheimer Weinbaubetrieben:

Hier geht es zu unseren Weinbaubetrieben.

Lesen Sie weitere Informationen im Auszug der Ortschronik.

 

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